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Gebete und Gedichte

Immer wieder Du

 

Wir wohnen
Wort an Wort,
Sag mir
Dein Liebstes
Freund

Meines heißt Du!



So dichtet Rose Ausländer. Inspiriert vom Du sind im Gang der Jahre Texte und Gedichte für innen und von innen entstanden.

Immer wieder Du, Gott!

Worte für Innen, wo Gott dir Ewiges hingelegt hat

 

Morgenstern – Epiphanias

 

Die dieser Tage vom Morgenstern singen,
kennen die Nacht,
kennen Sehnsucht und Zweifel,
kennen die Macht,
die das Dunkel verbreitet.

Die dieser Tage vom Morgenstern singen,
ersehnen den Tag,
ersehnen Freude und Zauber,
der’s traumwahr vermag,
mein, dein Dunkel zu bannen.

Die dieser Tage vom Morgenstern singen,
kennen die Nacht,
kennen die Hoffnung, den Glauben,
kennen die Macht,
an der alles Dunkel scheitert.
Karfreitag - Stehen bleiben!

Die Welt steht still,
es ist, als stockte ihr der Atem,
der letzte Schrei im Halse steckend,
bleibt unverhallt
und schreit noch heute
kaum zu fassen
schaurig und erlösendes
Vollbracht.



Wach bleiben!


Wach bleiben, ruft Jesus uns zu.
Wach bleiben für Geduld, und Hoffnung, und Liebe.
Wach belieben für das, was du heute so bitter nötig hast,
für das, was einem lieben Menschen das Leben gerade bitter macht,
für die, die mich einschläfern oder um den Schlaf bringen.
Wach bleiben für deine Aufmerksamkeiten,
mal Danke sagen und
wach bleiben für den Himmel, für Gottes Wort, das wider die Unworte steht,
die Menschen einander um die Ohren hauen.
Wach bleiben für Gerechtigkeit und nicht wegdämmern, wo andere den vermeintlichen Schlaf der Gerechten schlafen
– sie rutschen schlaftrunken, benommen ins Koma des Unrechts.
Wach belieben gegen alle Lethargie des „Ich kann ja eh nichts ausrichten“.
Wach bleiben für deinen Tagtraum von Schönheit, zärtlichem Welterfahren.
Wach belieben - gerade heute - für die wärmende Sonne in dir.
Wach belieben für Verheißung, Wunsch und Sehnsucht.
Wach bleiben für die Freude
noch heute ein Stück vom Himmel
geschenkt zu bekommen.
Wach bleiben – für den, der da war, der da ist und der da kommt:
für Jesus – deinen Christus.



Ostern


Am Ende der Nacht erglüht schon
die Sonne ewigen Lebens,
zu leuchten als Hoffnung
uns Sterbenden voran
in den neuen Tag

 

Gräber


Unsere Gräber sollten Gärten der Hoffnung sein.
Abbilder des einen Gartens, den wir Paradies nennen,
nach dem wir uns sehnen,
in dem wir leben werden,
zu dem wir unterwegs sind.

 

Beten


Beten ist der Atem der Seele,
es hält uns geistlich am Leben.



Verheißung


Was bleibt, ist das Wort vom Land,
der Traum vom Wir,
das Brot, der Wein,
Sein Ja zu uns.
Bleibt alles anders?
Verheißenes bleibt – wahr.



... der Bund und Treue ewig hält


Mag die Welt noch so zerrissen sein, durch sie hindurch geht immer noch der rote Faden,
Gottes Liebe, sein Bund, sein Werben, sein Wille zum Frieden –
dein Christus ist hier.

 

Tageslauf


Morgen und Abend
zaubern Werden
und Vergehen in den Sinn,
Kommen und Gehen.
Einmal kommen wir ganz an,
im Tag, der keinen Abend kennt.



Einer von uns...

Einer von uns - mit aller Sehnsucht nach Leben und doch bereit, es zu riskieren.
Einer von uns - mit aller Wut im Bauch auf Unrecht und Gewalt und doch bereit, den Frieden zu probieren.
Einer von uns - mit hellem Lachen und mit Tränen dein Lachen und mein Weinen von ihm ernst genommen.
Einer von uns - mit dem festen Glauben an eine neue, bessre’ Welt und doch bereit schon heute zu verändern.
Einer von uns - liebevoll verbunden mit den Freunden sogar mit dem, der ihn verriet.
Einer von uns - der zu dir sagt:

Komm, sehn dich mit mir!
Komm, schrei mit mir deine Wut in die Welt, lach, wein mit mir.
Komm, glaub und lieb mit mir.

Und wir werden die Hoffnung nicht verlieren!

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